Schreibbüro zum blauen Federkiel

Dramenanalyse - Faust (Goethe)

by Hermann Gedan

Dramenanalyse zum Szenenauszug "Kerker" aus Johann Wolfgang von Goethes "Faust"


Während den Epochen Sturm und Drang und Weimarer Klassik waren das bislang gültige Frauenbild, ebenso wie die Moralvorstellungen der damaligen Zeit viel diskutiert. Beides war damals sehr konservativ gehalten und vor allem für die weibliche Bevölkerung sehr belastend. Beispielsweise hatten Frauen weniger Rechte als Männer und waren gesellschaftlich dazu verpflichtet, ihren ehelichen Aufgaben, also Kindererziehung, Haushalt und ihrer Funktion als Prestigeobjekt an der Seite des Mannes nachzukommen. Auch die moralische Verantwortung der Frau gestaltete sich seiner Zeit größer als die des Mannes. So wurden Frauen, die nicht den gesellschaftlichen Moralvorstellungen entsprachen, zum Beispiel schnell sozial geächtet und mussten mit teils sehr unverhältnismäßigen Strafen rechnen. In Goethes Drama "Faust", geschrieben um 1808, werden die genannten Aspekte besonders deutlich. Der vorliegende Dramenauszug "Kerker" schildert vor allem die gesellschaftlichen Konsequenzen für in Ungnade gefallene Frauen sehr eindrucksvoll. Er handelt von Fausts junger Geliebter, Gretchen, welche aufgrund ihres Kindsmords zum Tode verurteilt wurde. Faust, der sein Gewissen beruhigen und Gretchen mit Mephistos Hilfe befreien möchte, versucht im Laufe der Szene vergebens, sie von einer Flucht aus dem Kerker zu überzeugen. Im Folgenden wird der Szenenauszug hinsichtlich Inhalt, Form und Sprache genauer analysiert, sowie ein Vergleich zwischen Gretchen und einer ihr ähnlichen Dramenfigur gezogen.



I. Inhalt und Aufbau des Dramas


Der erste Abschnitt des Dramenauszugs (Z. 2 - 34) beschreibt das Aneinandervorbeireden der beiden Hauptfiguren Faust und Margarete aufgrund von Interessensunterschieden. Faust möchte, dass Margarete mit ihm flieht. Diese jedoch scheint sich nicht dafür zu interessieren und geht nicht auf Fausts Bitte, sich zu beeilen ein (vgl. Z. 2 - 6). Stattdessen fordert sie Faust auf, sie zu küssen (Z. 16). Des Weiteren stellt sie ihm viele rhetorische Fragen, auf die Faust nicht weiter reagiert.

Im nächsten Abschnitt (Z. 35 - 126) wird die Beziehungslosigkeit zwischen Gretchen und Faust durch unterschiedliche Standpunkte deutlich. Gretchen erzählt, das sie ihr Kind nicht ertränkt habe, woraufhin Faust antwortet, sie solle das Vergangene ruhen lassen (Z. 47). Im Anschluss beschreibt sie ihm die Gräber ihrer Familie (Z. 50) und bittet ihn, sich um diese zu kümmern, nachdem ihr Todesurteil vollstreckt ist (Z. 51). Sie geht schon hier davon aus, dass sie nicht überleben wird, da sie Faust genaue Angaben zur Pflege der Gräber macht (Z. 55). Faust versucht indes, Gretchen erneut umzustimmen, damit sie mit ihm die Flucht antritt, doch Gretchen lässt sich nicht beeinflussen und meint, für sie gäbe es nichts zu hoffen (Z. 74) und sie verdiene den Tod. Als Faust daraufhin beschließt, bei Gretchen zu bleiben (Z. 80), reagiert diese aufgebracht (Z. 81) und beschreibt ihm den Weg zu ihrem ertränkten Kind, das er laut ihren Aussagen noch retten könne, wenn er sich beeilt (Z. 82 - 92).

Nach weiterem verwirrten Gerede Margaretes (Z. 95 - 126) erscheint im letzten Abschnitt des Dramenauszugs (Z. 127 - 146) schließlich Mephistopheles. Gretchen ist von seinem Auftreten sichtlich verunsichert und bittet Faust, Mephisto wegzuschicken (Z. 132). Faust reagiert darauf nur, indem er Margarete beschwört, sie solle weiter leben (Z. 135). Mephistopheles jedoch bringt Unruhe in den Dialog,, weil er Faust mehrfach zum Gehen zu überreden versucht. Es kommt zur dramatischen Wende.

Der Auszug von Goethes "Faust" besitzt zwar einen dramentypischen Aufbau mit herkömmlichen Dialogwechseln, kursiven Regieanweisungen, Zeileneinzügen in der Wörtlichen Rede und durchgehend groß geschriebenen Figurennamen, in Sachen Szenenangaben geht Goethe jedoch bewusst andere Wege. Weder Akt- noch Szenennummer wurden in Faust gekennzeichnet. Stattdessen wurde der Szenenbeginn mit einem simplen, fettgedruckten "Kerker" als Titel versehen. Diese, dramenuntypische Angabe deutet auf den Entstehungsbeginn von "Faust" hin, der noch der Epoche des Sturm und Drang zuzuordnen ist, wenngleich das Drama ansonsten gerne zur Weimarer Klassik gezählt wird.


II. Form und Sprache des dramatischen Werkes


Goethe verwendet im Auszug "Kerker" die zu seiner Zeit typische Hochsprache. Auch macht er das Stück bewusst schwerer zugänglich, da es teilweise nur durch eigene Interpretation der Textstelle verstanden werden kann bzw. soll. Der Satzbau im Dramenauszug ist überwiegend parataktisch gehalten. Bei den Redeanteilen fällt auf, dass maßgeblich Margarete zu Wort kommt, wohingegen Faust stets nur knapp auf ihre Äußerungen antwortet.

In Sachen Stilmittel verwendet Goethe in diesem Auszug zum Beispiel Ausrufe, um die angespannte Situation im Kerker zu verdeutlichen. Gerade Fausts Exklamation "Komm mit! Komm mit!" (Z. 2) gibt die gebotene Eile wieder, welche zu einer erfolgreichen Flucht Gretchens aus dem Kerker notwendig wäre. Ein Weiteres Stilmittel sind häufige Wiederholungen, die ebenfalls zur Untermalung der situationsbedingten Hast dienen. Dadurch, dass Faust Gretchen gleich zweimal auffordert, mit ihm zu kommen, wird die Dringlichkeit der Situation abermals deutlich und der Leser kann sich besser in die verfahrene Situation hineinversetzen. Gleiches gilt für die gerne vom Autor genutzten Ellipsen. Durch den Wegfall von Wörtern in "Komm! Komm!" (Z. 136) wird dem Leser noch einmal bewusst, wie unablässig Faust Margarete zur Flucht bewegen will.

Als drittes Stilmittel lässt sich die Metapher nennen. Sie dient zur bildhaften Veranschaulichung von Handlungen, welche besonders an Gretchens Satz: "Und du mich küßtest, als wolltest du mich ersticken" (Z. 15) ersichtlich wird. Auch ihre Aussage gegenüber Faust: "Fasse mich nicht so mörderisch an!" (Z. 107) ist als metaphorische Veranschaulichung zu verstehen. Als letztes zu erwähnendes Stilmittel fallen ferner rhetorische Fragen auf, welche vor allem von Gretchen häufig genutzt werden, um offensichtliche Tatsachen zu verdeutlichen. Sätze wie "Was steigt aus dem Boden herauf?" und "Was will er an dem heiligen Ort?" (Z. 131) sind hier die wichtigsten rhetorischen Fragen und geben wieder, dass Gretchen Mephistos Anwesenheit in dieser Situation nicht gutheißt.


III. Interpretation des Dramenauszugs unter Einbeziehung der Epoche


Zur Interpretation des Dramenauszugs ist zu sagen, dass Goethe in seinem Drama "Faust" die Moralvorstellungen, die zu Beginn des 19. Jahrhunderts vorherrschten, kritisch beleuchtet. Der Autor erlebte sowohl die Sturm-und-Drang-Zeit, als auch die Weimarer Klassik mit und musste sich hier insbesondere mit den umstrittenen und teils übertriebenen Sittengesetzen und Rollenbildern der damaligen Zeit auseinandersetzen. Während die Strömung des Sturm und Drang auf eine Erneuerung dieser gesellschaftlichen Prinzipien beharrte und entsprechende Inhalte sogar zu Revolutionsgedanken (man denke an die französische Revolution) formulierte, bezeichnet die Weimarer Klassik eine Rückkehr zu altmodischen Grundsätzen, welche insbesondere durch die blutigen Aufstände in Frankreich motiviert war und ähnlichen Eskalationen in Deutschland durch mehr staatliche Strenge vorbeugen wollte. Auf die Revolutionsgedanken der Sturm-und-Drang-Zeit folgte demnach eine gesellschaftliche Maßregelung in der Weimarer Klassik, die alte bürgerliche Zwänge mit sich brachte. Goethe gibt diesem Werte- und Normenkonflikt der beiden Literaturströmungen in seinem Drama "Faust" ein Gesicht. Er nutzt seine Figuren, um die gegensätzlichen Auffassungen der genannten Stilepochen, sowie die Problematik des Balancehaltens zwischen beiden Extremen aufzuzeigen. Mephisto verkörpert dabei die kraftvolle Befreiung von gesellschaftlichen Beschränkungen, welche ein klassisches Kennzeichen der Sturm-und-Drang-Zeit darstellen. Gretchen hingegen symbolisiert das strenge Einhalten innerer Sittengesetze, wie es von der Weimarer Klassik propagiert wurde. Die Hauptfigur Faust wiederum steht für das desorientierte Bürgertum, welches hin und her gerissen ist zwischen dem Wollen und dem Sollen.

Besonders groß war der gesellschaftliche Druck im Rahmen der Streitfrage "Gesetzt gegen Gelüste" für die weibliche Bevölkerung der damaligen Zeit. Während moralische Verfehlungen der Männerschaft häufig als Kavaliersdelikt galten, mussten Frauen den Idealen der Gesellschaft meist bedingungslos Folge leisten und besaßen damit keine ausreichende Entscheidungsfreiheit. Von den Männern als Lustobjekt begehrt, vom Gesetzt aber überwiegend zum Dasein als keusche Jungfrau und Heimchen am Herd gezwungen, waren die Frauen nicht selten zwischen ihren Gefühlen und den öffentlichen Bestimmungen hin und her gerissen. Schlussendlich beugten sich die meisten Frauen aber dem bürgerlichen Druck, um nicht verurteilt zu werden. Moralische Konflikte blieben so oftmals ungelöst und führten zu privaten Dramen im weiblichen Alltag. Goethe treibt dieses von strengen Moralvorstellungen geprägte Dramenpotential in "Faust" auf die Spitze. Seine Dramenfigur Gretchen fühlt sich nicht nur aufgrund des Kindsmordes, welcher eine Reaktion auf Fausts Ablehnung ist, schuldig. Auch die Tatsache, dass sie Fausts Avancen nachgegeben und sich ihm hingegeben hat, ist für die gläubige junge Frau unerträglich, führte ihr Verhältnis mit dem Magister doch sowohl zum Tod ihres Kindes, als auch dem ihrer Mutter, welche von Mephisto vergiftet wurde. Das Wissen um diese Folgen ihrer Liebschaft zu Faust sind für Margarete derart belastend, dass sie für sich nur einen Ausweg sieht und zwar, sich der öffentlichen Rechtssprechung zu unterwerfen. Diese kennt zur damaligen Zeit nur eine Strafe für die Tötung des eigenen Kindes, und zwar die Hinrichtung der Mutter. Eine für heutige Begriffe mehr als drastische Maßnahme. Sogar Faust, der sich vor dem Urteil von Gretchen abgewandt hatte, empfindet die Strafe als unverhältnismäßig und wird folglich von einem schlechten Gewissen geplagt, wohl wissend, dass er unter Mephistos Einfluss den Anstoß für Margaretes Straftat gegeben hat. Aus diesem Grund möchte er sein Gewissen beruhigen und Gretchen im vorliegenden Dramenauszug vor dem Tode retten. Margarete allerdings weigert sich, ihrer Strafe zu entfliehen und fühlt sich durch die gesetzlichen, wie auch religiösen Bestimmungen ihrer Zeit dazu gezwungen, sich dem gesellschaftlichen Urteil zu Stellen, um ihren Seelenfrieden wiederherzustellen. Goethe spielt mit dieser Szene ganz bewusst auf die emotionale Tragödie Gretchens und den Umgang der Öffentlichkeit mit eben dieser an. Die drohende, soziale Ächtung, ebenso wie die strengen Glaubensgrundsätze der damaligen Zeit, treiben die junge und verzweifelte Frau nach Ausbruch aus ihrer gesellschaftlichen Rolle dazu, bereitwillig ihr eigenes Leben durch Dritte beenden zu lassen, um das geltende Frauenbild zu bestätigen. Der Urheber ihres seelischen Konflikts und Vater des toten Kindes Faust, bleibt hingegen auf freiem Fuß und hat keinerlei Konsequenzen für die Verführung des jungen Mädchens oder seine Mittäterschaft am Mord ihrer Mutter zu befürchten.


III. Beantwortung der Zusatzfragen


Wie bereits dargelegt, setzt sich Gretchen sehr intensiv mit ihrer Schuld auseinander. Reue, Verzweiflung und Selbsthass sind unverkennbar die vorherrschenden Empfindungen, die im vorliegenden Dramenauszug offensichtlich werden. Auch scheint die seelische Belastung psychische Folgen zu haben, da Margarete im Verlauf der Szene immer wieder wirr spricht und Fausts Gegenwart nur in tranceartigem Zustand wahrzunehmen scheint. Da sie gegen geltende religiöse und soziale Normen verstoßen hat, sieht sie zudem für sich keine gesellschaftliche Zukunft mehr und fürchten deshalb eine lebenslange Ächtung mehr als den eigenen Tod. Darüber hinaus wird Gretchen klar, dass ihre bedingungslose Liebe zu Faust, die sie letztendlich in diese verfahrene Situation brachte, nicht erwidert wird. Indem sie seiner Verführung erlag, überschritt sie somit nach eigener Auffassung völlig sinnlos moralische Grenzen und beging in letzter Instanz sogar einen Kindsmord für einen Mann, der ihre Gefühle nicht erwidert hat. Weil sie weder einen Weg zur Wiedergutmachung ihrer Tat sieht, noch sich selbst den Bruch mit gängigen Sittengesetzen verzeihen kann, sieht sie keinen anderen Ausweg, als sich vor den sozialen und religiösen Gesetzgebern ihrer Zeit zu verantworten und nimmt dafür selbst die Todesstrafe in Kauf.

In gewisser Weise lässt sich Gretchen charakterlich mit zwei anderen weiblichen Dramenfiguren vergleichen. In Bezug auf ihre stille Akzeptanz des Todesurteils erinnert Margarete stark an Maria Stuart aus dem gleichnamigen Drama von Friedrich Schiller. Die Königin von Schottland beging Mord an ihrem eigenen Ehemann und verspielte so ihre Chance auf den Thron von England. Fortan war sie der amtierenden Königin Englands, Elisabeth, ein Dorn im Auge und wurde zunächst ins Exil verbannt. Später stellte sie sich widerstandslos dem Urteil der Königin, welche ihre Rivalin hinrichten ließ.

Charakterlich ähnelt Gretchen hingegen der Ophelia aus William Shakespeares Drama "Hamlet". Diese ist im Stück die Verlobte des jungen Prinzen von Dänemark, welcher sich nach dem Tod seines Vaters und der anschließenden Hochzeit seiner Mutter mit Hamlets Onkel zusehends von seiner Geliebten abwendet. Stattdessen sinnt er Prinz auf Rache und möchte seinen Onkel töten, der Hamlets Vater vergiftet hat. Ophelia und Gretchen ist dabei gemeinsam, dass sie ihrem Partner bedingungslose Liebe entgegen bringen. Sowohl Gretchens Faust, als auch Ophelias Hamlet verlieren im Laufe der beiden Dramen jedoch das Interesse an ihren liebe- und hingebungsvollen Gefährtinnen, da sie viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt sind. Auch spielt in beiden Fällen die gesellschaftliche Stellung der Frau eine große Rolle. Da Ophelia keine Adelige ist - was ihr von ihrem Bruder und Vater auch wiederholt vor Augen geführt wird - fühlt sich die Verlobte des Prinzen unwürdig und verunsichert darin, ob Hamlet sie wirklich liebt und ernsthaft vor hat, sie zu heiraten. Bei Gretchen bezieht sich die Frage "Bin ich würdig?" darauf, ob sie es nach dem begangenen Mord verdient hat, weiter zu leben, wodurch ihre Haltung abermals mit Maria Stuart übereinstimmt. Insgesamt besteht die Gemeinsamkeit aller drei Frauen darin, dass sie an der problematischen Beziehung zu ihren Männern, sowie am herrschenden gesellschaftlichen Druck zugrunde gehen.


IV. Fazit


Anhand der anschaulichen, emotionalen Schreibweise Goethes lässt sich die Vermutung anstellen, dass sein Werk auf persönlichen Erfahrungen beruht. Demnach war der Autor entweder selbst an einer solchen Situation beteiligt oder zumindest Zeuge eines ähnlichen Vorfalls. Auch lässt sich zusammenfassend sagen, dass Goethe mit seinem Drama "Faust" zur Rebellion in Maßen und in den richtigen Belangen aufruft. Er rät dazu, die persönliche Mitte unabhängig von gesellschaftlichen Zwängen zu finden und sich nicht von öffentlichen oder religiösen Meinungen abhängig zu machen. Gleichwohl sollte der eigene Ausbruch aus veralteten Rollenbildern seiner Meinung nach nicht eskalieren, da dies unter Umständen einer anderen Person Schaden zufügen könnte. Demzufolge beurteilt Goethe sowohl das sture Befolgen von, als auch das unversöhnliche Rebellieren gegen geltende Grundsätze als kritisch, können doch beide Extreme zu ungewollten Tragödien führen. Aufgrund seiner treffenden Figurenwahl, die beide Extreme, wie auch ein Beispiel für daraus resultierende Fehlentwicklungen wieder spiegeln, kann man von einer treffenden Umsetzung der Autorenabsicht sprechen. Goethes Intention und Textbotschaft können vom Leser somit vollkommen nachvollzogen und beherzigt werden. Zur damaligen Zeit hat das Drama "Faust" sicherlich für Gesprächsstoff gesorgt. Und auch heute noch kann die Tragödie von Faust und Gretchen zum Nachdenken anregen, insbesondere, wenn es um Gleichberechtigung von Frauen und das heikle Thema Schwangerschaftsabbruch geht.



Josefin S.

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