Schreibbüro zum blauen Federkiel

Epikanalyse - Das Schloß (Kafka)



Textanalyse zum Roman "Das Schloß" von Franz Kafka



Die Bürokratie, sowie die damit verbundenen Vorschriften und Sprachhürden sind des Öfteren Gegenstand hitziger Diskussionen. Während Ämter und Behörden auf geltenden Bürokratiestrukturen beharren und darauf verweisen, dass sie zur Regelung des gesellschaftlichen Lebens unerlässlich seien, fordern Bürokratiegegner immer wieder einen drastischen Abbau an bürokratischen Hürden, weil sie das öffentliche Leben nach Auffassung der Gegenseite unnötig verkomplizieren. Ähnliche Kontroversen gab es auch zu Zeiten der Weimarer Republik, was in Franz Kafkas unvollendetem Roman "Das Schloss" aus dem Jahre 1938 besonders gut zur Geltung kommt. Der epische Text blieb bis zu Kafkas Tod 1922 unveröffentlicht, wurde später jedoch von seinem Nachlassverwalter Max Brod im Jahre 1926 in der Schriftensammlung "Franz Kafka: Schriften, Tagebücher, Briefe, Kritische Ausgabe" herausgegeben. Der vorliegende Romanauszug beinhaltet die Seiten 9 bis 12 des epischen Textes und erzählt von der Ankunft eines Unbekannten namens K. in einem Schlossgasthof. Im Folgenden wird der Ausschnitt interpretiert und auf seine sprachlichen, formellen, sowie epochenspezifischen Merkmale hin analysiert.


Epic Convention! - Impressionen von der EpicCon 2016


Mission accomplished: Nach einer schier endlosen Irrfahrt durch Frankfurts Straßenschilderwald haben wir es letztes Wochenende doch noch geschafft, unseren Zielort zu erreichen - die EpicCon 2016. Und was wir dort sahen, hat uns echt begeistert. 

Neben Cosplayern aus ganz Europa und Merchandise-Ständen, die Fan- wie Sammlerherzen höher schlagen ließen, entdeckten wir ein paar grandiose Künstler, deren Arbeiten definitiv aus der Masse herausstachen. Unsere schönsten Impressionen gibt's nachstehend auf einen Blick. 



Seltener Friede... Tyrande Whisperwind & Sylvanas Windrunner aus World of Warcraft gemeinsam auf Streifzug

Picture by BrainFox

Pflanzen in der Literatur - Teil 3: Alraune



Die Alraune (Mandragora) ist eine krautige Pflanze, die gemeinsam mit Auberginen, Kartoffeln, Tomaten und Paprika zu den Nachtschattengewächsen zählt. Der Name der Alraune leitet sich nach den Gebrüdern Grimm von einer altgermanischen Seherin ab, die von Tacitus mit dem Namen Albruna überliefert ist. Hierzu muss man wissen, dass der Name aus den althochdeutschen Begriffen alb für "Elf, Zwerg, Faun" und rûnen für "flüstern", beziehungsweise dem gotischen Wort runa für "Geheimnis, Rune" abgeleitet ist. Albruna oder Alraune bedeutet demnach soviel wie Elfenflüstern, Elfengeheimnis oder Elfenrune. Die Namensgebung lässt erahnen, dass sich um die Alraune zahlreiche Mythen ranken. Dabei ist nicht nur das Erscheinungsbild, sondern auch die Heilwirkung der Alraune recht mysteriös...

EpicCon 2016 - Japankult zu Gast in Frankfurt


Auswärtsspiel für die Federkiele! Letzte Woche erreichte uns eine freudige Nachricht. Wir sind eingeladen, bei der EpicCon 2016 in Frankfurt vor Ort von der brandneuen Japanmesse zu berichten. Der Programmplan verspricht jedenfalls schon jetzt ein Dezember-Highlight für jeden Manga, Fantasy und Japanfan zu werden...




EpicCon 2016

Frankfurt Messe, Halle 3
60311 Frankfurt am Main
web: epiccon.de
mail: contact@epiccon.de


Veranstaltungszeitraum: 09. bis 11. Dezember 2016

Öffnungszeiten: täglich von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr



Der Knabe im Moor

O schaurig ist's übers Moor zu gehn,
Wenn es wimmelt vom Heiderauche,
Sich wie Phantome die Dünste drehn
Und die Ranke häkelt am Strauche,
Unter jedem Tritte ein Quellchen springt,
Wenn aus der Spalte es zischt und singt,
O schaurig ist's übers Moor zu gehn,
Wenn das Röhricht knistert im Hauche!

Fest hält die Fibel das zitternde Kind
Und rennt, als ob man es jage;
Hohl über die Fläche sauset der Wind -
Was raschelt drüben am Hage?
Das ist der gespenstische Gräberknecht,
Der dem Meister die besten Torfe verzecht;
Hu, hu, es bricht wie ein irres Rind!
Hinducket das Knäblein zage.



Vom Ufer starret Gestumpf hervor,
Unheimlich nicket die Föhre,
Der Knabe rennt, gespannt das Ohr,
Durch Riesenhalme wie Speere;
Und wie es rieselt und knittert darin!
Das ist die unselige Spinnerin,
Das ist die gebannte Spinnlenor',
Die den Haspel dreht im Geröhre!

Am Wochenende auf der Buchmesse in Frankfurt entdeckt:


Die Arbeit von Autoren erledigt sich nicht allein durch das Tippen von Buchstaben. Es braucht viel mehr, um Romane, Fachartikel, Blogbeiträge und ähnliches zu verfassen. Zeitintensive Recherchen und Korrekturen,  Charakterdesign, ja, manchmal sogar die Ausarbeitung einer ganzen Fantasiewelt mit epischen Chroniken. Und dann ist da noch die Sache mit der Veröffentlichung. Normseiten, Cover, Les-bar-keits-in-dex. 

Ein Allround-Programm für all diese Aufgaben gibt es nicht. Oder doch?



Pflanzen in der Literatur - Teil 2: Der Fall Rapunzel



Feldsalat wird oft als Märchen-Rapunzel diskutiert
"Rapunzel, Rapunzel, lass dein Haar herunter!" ist wohl einer der berühmtesten Sätze aus den Märchen der Gebrüder Grimm. Er gilt einem Mädchen mit unwahrscheinlich langen Haaren, das von der Zauberin Gothel in einen hohen Turm gesperrt wird. Die junge Dame hat ihren Namen dabei einer besonderen Pflanze zu verdanken, die laut Märchen im Kräutergarten der Zauberin wuchs. Häufig wird hier der Feldsalat als vermeintliche Rapunzel vermutet. Ob dem tatsächlich so ist, möchten wir heute etwas genauer beleuchten.


Es war einmal ein Mann und eine Frau, die wünschten sich schon lange vergeblich ein Kind, endlich machte sich die Frau Hoffnung, der liebe Gott werde ihren Wunsch erfüllen. Die Leute hatten in ihrem Hinterhaus ein kleines Fenster, daraus konnte man in einen prächtigen Garten sehen, der voll der schönsten Blumen und Kräuter stand; er war aber von einer hohen Mauer umgeben, und niemand wagte hineinzugehen, weil er einer Zauberin gehörte, die große Macht hatte und von aller Welt gefürchtet ward. Eines Tages stand die Frau an diesem Fenster und sah in den Garten hinab, da erblickte sie ein Beet, das mit den schönsten Rapunzeln bepflanzt war; und sie sahen so frisch und grün aus, dass sie lüstern ward und das größte Verlangen empfand, von den Rapunzeln zu essen. [...]